Aktuelles

20.-21. September 2013

52. OÖ. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb

Beim 52. OÖ. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb, ausgetragen am 20. und 21. September 2013 von der Feuerwehr St. Radegund bei der Salzachbrücke in der Ettenau, waren auch 12 Zillenfahrer der Feuerwehr Ostermiething am Start.
Bei insgesamt 10 Bewerbsfahrten, zwei davon zur Unterstützung unserer Nachbarwehr aus Tittmoning, konnten die Ostermiethinger ihre Wasserwehr-Qualitäten auf der schnellen Salzach unter Beweis stellen.

Folgende Leistungsabzeichen konnten erworben werden:

Bronze:
Georg Häusler
Christoph Berger
Florian Berger
Wolfgang Steinfellner
Markus Steinfellner
Martin Höck
 
Silber:
Georg Steinfellner
Stephan Eder

Auch unsere Tittmoninger Kollegen durften 4 bronzene Leistungsabzeichen in Empfang nehmen.

Unterstützt wurden die Zillenfahrer durch Christian Makoru und Robert Gramlinger, letzterer war auch als Bewerter für den Landes-Feuerwehrverband tätig. Lukas Lothaller und Christian Wanghofer traten ebenfalls erfolgreich zum Bewerb an.

Herzliche Gratulation!



Die St. Radegunder Kameraden wurden von uns bei ihrem Heimbewerb tatkräftig unterstützt. So war unser neues Feuerwehr-Rettungsboot beim Auf- und Abbau der Strecke sowie zur Sicherung der Zillenfahrer am Freitag und Samstag ganztägig im Dauereinsatz. Weiters wurde von uns der Lotsendienst (=Sicherung der Straße, Parkplatzeinweisung) an beiden Tagen durchgeführt und mit dem Mannschaftsfahrzeug die Ehrengäste zur Schlussveranstaltung transportiert.

Zur näheren Information über das Zillenfahren und den Bewerb erlauben wir uns einen Artikel aus den OÖ Nachrichten (von Monika Raschhofer, 23.09.2013) anzuführen:

Gleich nach dem Start sind die Uferströmungen und die Böschungssteine die ersten Herausforderungen für die Zillenbesatzungen der Feuerwehren. Die Geübten, die schon öfter an einem Wasserwehr-Landesbewerb teilgenommen haben, manövrieren die Zille nahe am Ufer in gleichmäßigen Bewegungen mit dem sogenannten Stachl, einer langen Stange mit Metallzacken am Ende, stromaufwärts.
Angefeuert und immer wieder ermutigt werden von den Kollegen und Zuschauern aber auch jene, die mit der Strömung ganz schön zu kämpfen haben: Ein Duo, das erstmals zum Leistungsabzeichen in Silber antritt, schafft die Passage erst beim dritten Versuch. Der „Kranzlmann“, der vorn steht, hat die Zille zu weit vom Ufer weggestoßen, sie ist zu weit in die offene Salzach geraten. Kranzl- und Steuermann müssen zurückrudern und wieder von vorn anfangen.
„Selbst für erfahrene Zillenbesatzungen ist diese Prüfungsstrecke eine Herausforderung“, sagt Alois Wengler, aus Überackern stammender Landesbewerbsleiter der Wasserwehr und Bezirksfeuerwehrkommandant von Braunau. Denn die Strömung sei stärker als an vielen Flüssen, die Fließgeschwindigkeit höher und die Wasserwirbel nach den Brückenpfeilern eine besondere Schwierigkeit.
Nach der ersten Boje werden Stachl mit Rudern getauscht. Der Parcours geht weiter Richtung Flussmitte, unter der Brücke durch. Nur die Besten rudern auch hier noch aus vollen Kräften, um Sekunden zu holen. Die Neulinge sind eher damit beschäftigt, die ruhige Fahrrinne zu finden und nicht in einen Strudel zu geraten. Ganz nah um die letzte Boje, dann ist der Weg flussaufwärts bis zu den Zielstangen kurz. Die Guten schaffen das, die Anfänger werden zu weit abgetrieben und müssen mehr Muskelkraft aufbringen.
Von der Brücke, die Ettenau mit dem bayerischen Tittmonning verbindet, schauen Feuerwehrkameraden und Interessierte zu. Alois Wengler ist froh, dass er seinen letzten Bewerb noch durchführen konnte. Denn der erste geplante Termin im Juni musste wegen des Hochwassers abgesagt werden. „Am Donnerstag reichte das Wasser noch bis zu den Baumstämmen herauf“, erklärt er, dass auch der Ersatztermin wackelte. Weiter flussabwärts wird eine Zille von einem motorisierten Feuerwehrboot zum Start geschleppt. Die Besatzung ist am leichteren Bronze-Parcours über Bord gegangen und wurde auch gerettet.
Die beste Mannschaft kommt aus Mühldorf (Urfahr-Umgebung), Ach an der Salzach und St. Peter am Hart (beide Bezirk Braunau) liegen auf den Plätzen zwei und drei. Alle Ergebnisse sind auf der Homepage des Landesfeuerwehrverbandes zu finden.