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Bewerbe dienen den Feuerwehren dazu, ihre Fähigkeiten
einerseits unter Beweis stellen zu können und andererseits um sie erweitern und
perfektionieren zu können. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich verschiedenste Bewerbsarten
entwickelt, damit sich die Feuerwehrmitglieder in jedem Aufgabengebiet der heutigen
"Universalwehren" mit Anderen messen können. Bei den einzelnen Bewerbsarten
werden durch den Wettbewerbsdruck hervorragende Ergebnisse erzielt; damit wird der
Ausbildungsstand der meist Freiwilligen immens verbessert. In jeder Bewerbsart gilt es
neben der Erreichung der bestmöglichen Platzierungen auch darum, die jeweiligen Abzeichen
zu erringen. Die Abzeichen sind je nach Bewerbsart ausgeführt und in den Stufen Bronze,
Silber und Gold erhältlich, wobei der Bewerb bei jeder Stufe schwieriger wird. Die
Hauptbewerbe der heutigen Zeit sind der Feuerwehrleistungsbewerb, der Funkleistungsbewerb,
der Wasserwehrleistungsbewerb und die Technische Hilfeleistungsprüfung.
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Feuerwehrleistungsbewerb (Bewerb um das
FLA) |
Beim Feuerwehrleistungsbewerb (FLA) geht es
darum, in möglichst kurzer Zeit einen kompletten Löschangriff mit einer Löschgruppe (9
Mann) durchzuführen. Der Angriff ist (ohne Tanklöschfahrzeug) mittels Tragkraftspritze
(TS) und vier Saugschläuchen, um das Wasser anzusaugen, zu starten und endet nach zwei
B-Längen (40 m) und zwei Angriffsrohren (C-Strahlrohre nach zwei C-Längen, 30 m). Der
ganze Löschangriff wird trocken (= ohne Wasser) durchgeführt. Zusätzlich zu
dieser Aufgabe ist ein Staffellauf zu absolvieren, bei dem jeder Einzelne der Gruppe 50 m
mit kompletter Feuerwehr-Ausrüstung (Einsatzbekleidung mit Helm, Stiefel, Gurt und
Handschuhen) zu laufen hat und anschließend das Strahlrohr an den nächsten übergibt.
Bei beiden Aufgaben wird selbstverständlich die Zeit gemessen. Die
Weltrekordzeit im Löschangriff liegt bei 32,9 Sekunden!
Der Unterschied zu den einzelnen Stufen ist
genau geregelt: In Bronze wird ganz normal der Löschangriff und der Staffellauf
absolviert, jedem Gruppenmitglied ist eine Nummer (=Aufgabe) zugeteilt, die vor dem Bewerb
einstudiert wurde. |

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Wird beim Landesbewerb (einmaliges jährliches Ereignis, bei dem ca.
17.000 Feuerwehrmitglieder aus ganz Oberösterreich um die Abzeichen und Platzierungen
kämpfen; Ostermiething war 1987 der Austragungsort dieses Bewerbes) eine gewisse
Punkteanzahl erreicht, erhält man das FLA in Bronze.
In Silber ist der Bewerb ähnlich dem in Bronze. Der einzige (und erhebliche)
Unterschied besteht darin, dass die Nummern kurz vor Beginn des Löschangriffes ausgelost
werden. D.h. jedes Feuerwehrmitglied der Gruppe muss alle individuellen Aufgaben des
Löschangriffes kennen. Das Abzeichen wird wie in Bronze vergeben.
Das FLA in Gold ist eine komplett andere Bewerbsform: Die
sogenannte "Feuerwehr-Matura" erreicht man, indem man in der
Landesfeuerwehrschule in Linz (wiederum einmal jährlich) verschiedenste
Aufgabenstellungen theoretischer Natur bewältigt. |
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Funkleistungsbewerb (Bewerb um das FULA) |
Diese Bewerbsform ist für alle Feuerwehrfunker
gedacht; jeder Teilnehmer muss den Funklehrgang absolviert haben. Der Bewerb selbst läuft
ähnlich dem zum FLA Gold ab: einmal jährliches Treffen in der LFS Linz und dann gilt es,
Aufgabenstellungen im Bereich des Lotsen- und Nachrichtendienstes zu bewältigen.
Werden bei allen Stationen mindestens 50 % und insgesamt 60 % der Punkte erreicht, so
erhält man das FULA in Bronze, Silber oder Gold (zu jeder Stufe steigt der
Schwierigkeitsgrad erheblich an).
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Wasserwehrleistungsbewerb (Bewerb um das
WLA) |
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Der Wasserwehrleistungsbewerb ist in erster Linie für die
Feuerwehren gedacht, die auf Flüssen oder Seen mit Einsätzen rechnen müssen. Um bei
dieser Bewerbsart zum Erfolg zu kommen, muss mit der Holzzille zu zweit ein
Hindernisparcours in einer gewissen Zeit absolviert werden. Die Stufen-Unterschiede sind
mit denen im Bewerb um das FLA zu vergleichen: Bronze ganz normal, Silber wird ausgelost,
wer Steuermann ist, und in Gold muss in Linz auf der Donau ein immer gleichbleibender Kurs
größtenteils alleine abgefahren werden.
In Ostermiething fand 1993 der Landesbewerb statt.
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Technische Hilfeleistung (THL) |
Hier geht es, wie der Name schon sagt, um die
Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Diese Bewerbsart steht nur Feuerwehren zur
Verfügung, die über das entsprechende Gerät verfügen (Tanklöschfahrzeug &
Rüstfahrzeug oder der "Kombinierer" Rüstlöschfahrzeug mit einem
Löschfahrzeug; Hydraulisches Rettungsgerät). Im Gegensatz zum Löschangriff im
Feuerwehrleistungsbewerb wird hier eine Menschenrettung aus einem Unfallfahrzeug in einem
definierten Zeitrahmen durchgeführt. Hier geht es nicht darum, der schnellste zu sein,
sondern vielmehr darum, möglichst wenige Fehler zu machen. |

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Als zweite Aufgabe kommt beim THL dazu, alle
Geräte der verwendeten Fahrzeuge auf Anhieb und bei geschlossenen Fahrzeugtüren zu
finden. Der Gruppenkommandant muss außerdem Fragen zur Technischen Hilfeleistung
beantworten können. |
Neben diesen angeführten Bewerbsformen gibt es auch noch den
Bewerb um das Strahlenmeßabzeichen.
In allen angeführten Bewerbsarten ist zur Zeit auch die
Feuerwehr Ostermiething aktiv.
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