Nach 2003 fand heuer wieder eine
Abschnitts-Atemschutzübung in Ostermiething statt. Kommandant-Stellvertreter
OBI Robert Gramlinger und die Atemschutzwarte HBM Raimund Edlinger und HBM
Stefan Roschitz arbeiteten mit ihrem Team eine sehr interessante und
realistische Einsatzübung aus, die sicher einen bleibenden Eindruck bei den
absolvierenden 23 Atemschutztrupps aus Feuerwehren des Abschnittes Wildshut
hinterließ.
Für die Übung stand ein altes Objekt im Ortszentrum zur
Verfügung, welches früher als Heimstätte der Feuerwehr Ostermiething diente und
in den letzten Jahren unter anderem auch Wohnungen beinhaltetete. Eine ältere
Dame wechselte kürzlich in eine andere Wohnung und ließ die meisten
Einrichtungsgegenstände in der Wohnung, was den Realitätsgrad für die
eingesetzten Trupps wesentlich erhöhte. Zur Unterstützung der Übung war das
Atemschutzfahrzeug des Bezirkes Braunau (Feuerwehr Munderfing) anwesend.
Die mitgeführte Wärmebildkamera wurde von den
Atemschutzträgern - meistens zum ersten Mal - zur Personensuche eingesetzt.
Außerdem wurden die geleerten Atemluftflaschen nach Absolvierung der gestellten
Aufgaben aufgefüllt.
Die Übung begann für jeden Atemschutztrupp mit einer
kurzen Auffrischung verschiedener wichtiger Themen wie z.b. Vorgehen im
Innenangriff, Anleiterbereitschaft und Personenrettung. Anschließend wurde der
Trupp vom Einsatzleiter eingewiesen: Aufgabe war das Vorgehen in die Wohnung im
ersten Stock des Gebäudes mit Wärmebildkamera und Suchen und Retten von zwei
vermissten Personen, dem Wohnungsinhaber und einem Kind. Starke
Rauchentwicklung erschwerte dabei die Suche, mithilfe der Wärmebildkamera (die
Übungspuppen waren mit Wärmeflaschen markiert) konnten die vermissten Personen
meist relativ schnell gefunden werden. Für die Bergung der zweiten (leichteren) Puppe musste, da laut Übungsannahme der
Rückzug über die Stiege durch eine Brandausweitung nicht mehr möglich war, über
ein Fenster und die dortige Steckleiter (Anleiterbereitschaft) ausgestiegen
werden. Abschnitts-Feuerwehrkommandant BR Erich Forsthofer und
Abschnitts-Atemschutzwart OAW Alois Sommerauer beobachteten die Übung und
überzeugten sich von der Einsatzbereitschaft der Atemschutzträger des
Abschnittes. Bürgermeister Gerhard Holzner besuchte ebenfalls die
Übungsteilnehmer und besichtigte das neue Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr
Munderfing, bei der sich die Feuerwehr Ostermiething auch an dieser Stelle
recht herzlich für die Unterstützung bei der Übung bedankt.