Eine weitere Einsatzübung zum Thema Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen
beschäftigte die Übungsteilnehmer der Freiw. Feuerwehr Ostermiething am 8.
Oktober 2009.
Am Übungsort angekommen fand der Einsatzleiter folgende Lage vor: 1 PKW in
Seitenlage mit lebloser Person im Inneren sowie 1 PKW auf den Rädern mit einer
ansprechbaren jedoch eingeklemmten Frau auf dem Fahrersitz. Der bereits
anwesende Notarzt teilte dem Einsatzleiter mit, dass er sofort einen Zugang zu
der Person im PKW mit Seitenlage benötigt, die Frau im zweiten Fahrzeug stabil
ist und aufgrund einer vermuteten Wirbelsäulenverletzung so schonend wie
möglich geborgen werden müsse.
Während die Mannschaft des LFB-A mit der umgehenden Stabilisierung des PKW in
Seitenlage beauftragt wurde, erhielt der Gruppenkommandant des TLF-1 vom
Einsatzleiter den Befehl, eine Betreuungsöffnung über das Schiebedach zu
schaffen und die Rettungsgeräte in Stellung zu bringen. Gleichzeitig wurde die
Straße abgesichert und die Unfallstelle ausgeleuchtet.
Unmittelbar nach Schaffung der Betreuungsöffnung teilte der Notarzt mit, dass
der Patient zur Reanimation sofort aus dem Fahrzeug geborgen werden müsse. Zur
Rettung wurde mit der hydraulischen Schere begonnen das Dach abzunehmen,
gleichzeitig wurde die Windschutzscheibe entfernt. Da der Verletzte nicht
eingeklemmt war, konnte er vier Minuten nach Eintreffen am Unfallort über die
Windschutzscheibe aus dem stabilisierten Fahrzeug geborgen und dem Notarzt
übergeben werden.
Anschließend wurde das 2. Auto bearbeitet - Öffnen der Fahrertüre mit dem
Spreizer, Entfernen des Dachs, Behebung der Einklemmung im Beinbereich und
Bergung der Frau mithilfe eines Spineboards über den Kofferraum.