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Hochwasser am 29.07.2019

Trotz moderner Messsysteme der hydrografischen Dienste aus Salzburg und Deutschland wurden wir am Montag, den 29.07.2019, von einem relativ rasch ansteigenden Pegel der Salzach überrascht. Erst in den Morgenstunden erhielten wir die Nachricht, dass durch den enormen Starkregen im Salzburger Gebiet mit einem Hochwasser mit einer Abflussmenge von bis zu 2.000 m³/s zu rechnen ist. Dies würde bedeuten, dass die Grenzbrücke Tittmoning und auch die Salzachstraße mit ein paar Häusern betroffen sind. Vor allem durch den schnellen Anstieg des Wassers (siehe Diagramm) galt für uns höchste Alarmbereitschaft.

Aus diesem Grund fand sich umgehend die Mannschaft des LuN-Zuges (Lotsen- und Nachrichtendienst) im Feuerwehrhaus ein und startete mit den Erstmaßnahmen. Vor allem müssen stets die Pegelwerte im Auge behalten werden und bei den Hydrografischen Diensten Informationen über den weiteren Prognosen eingeholt werden. Eine Einschätzung über das Ausmaß des Hochwassers wird durch die bisher erfolgten Renaturierungsmaßnamen noch zusätzlich erschwert. Alle aus früheren Hochwasserlagen erfassten Werte sind somit weniger aussagekräftig.

Gegen 11:30 Uhr erhielten wir vom Hydrografischen Dienst Salzburg eine Berichtigung der Werte, es wurde nur mehr mit einer Abflussmenge von 1.800 m³/s gerechnet. Um 12:30 Uhr konnte beim Pegel Laufen der Höchstwert mit 582 cm notiert werden. Kurz nach 13 Uhr wurde die Grenzbrücke nach Tittmoning wegen Überflutung von der Straßenmeisterei gesperrt. Etwa 2 Stunden später traf der Scheitel bei uns ein mit einem Wert von 587 cm. Die Lage entspannte sich somit, auch der Salzachstraße und deren Bewohnern drohte keine Gefahr durch Überschwemmung. Es konnte mit den abschließenden Arbeiten (ua. auch dem Nacherfassen der neu gewonnenen Informationen) begonnen werden und nach 8 Stunden Dienst für 6 Einsatzkräfte der Einsatz beendet werden.

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